4 Entscheidungsgründe zum Kauf eines Monitors für eine Plantafel

Qualität hat ihren Preis
4 Entscheidungsgründe zum Kauf eines Monitors für eine Plantafel

Uns wird von Kunden und Partnern regelmäßig die Frage gestellt, welchen Monitor sie am besten kaufen sollten, um unsere Plantafel darzustellen. Damit meinen sie nicht den Monitor Ihres PCs, sondern einen großen Monitor, damit mehrere Personen gleichzeitig die Planung betrachten können. Zur Beantwortung dieser Frage haben wir die Hilfe von Jelle Verhage, Partner bei 2Orange, einem Spezialisten im Bereich von audiovisuellen Lösungen, in Anspruch genommen.

Jelle zeigt, dass es 4 Faktoren gibt, welche Betriebe durchdenken sollten, wenn sie einen Monitor kaufen möchten, um eine digitale Plantafel, wie die von Timewax, darzustellen. Diese sind:

  • 1.  Verwendungsart
  • 2.  Touchscreen oder nicht?
  • 3.  Die Größe
  • 4.  Professionelle Marke


1. Verwendungsart

Wenn Sie einen Monitor für Ihre Plantafel Software kaufen möchten, überlegen Sie, ob Sie diesen nur zur Anzeige der Plantafel verwenden werden oder den Monitor beispielsweise auch für Videokonferenzen und Präsentationen benutzen möchten. In diesem Fall spricht man in der Fachsprache von einem Mehrzweck-Monitor und dafür gibt es bestimmte Modelle.

Bedenken Sie auch, in welchem Raum der Monitor stehen wird. Wird er nur intern für das Personal benutzt oder wird er in einem Raum stehen, in den der Kunde auch hineinkommt? Im letzten Fall spielt die Ausstrahlung eine wichtige Rolle. Sie möchten beim Kunden einen guten Eindruck erwecken und das ist besser mit einem luxuriöserem Modell möglich. In einem Sitzungszimmer, in dem auch täglich Verkaufsgespräche stattfinden, sollte man sich normalerweise für eine elegantere und/oder integrierte Lösung entscheiden, beispielsweise in einem maßgefertigten Möbelstück.

Außerdem sollten Sie sich auch überlegen, wie Sie das Gerät aufhängen möchten. Es ist oft an der Wand befestigt, was jedoch nicht so sein muss. Es ist auch möglich, einen Monitor auf einen Ständer oder Rollcontainer zu stellen. Dann sieht er mehr wie ein Flipchart oder eine fahrbare Präsentionseinrichtung aus. Dadurch sind Sie flexibler. Bei bestimmten Rollcontainern können Sie Ihren Monitor sogar in der Höhe verstellen und bei luxuriöseren Ausführungen sogar kippen. Sie können dies mit einer Art Touch-Tisch vergleichen, wie sie manchmal in Filmen zu sehen sind. Ein Touch-Tisch ist oft zusammen mit einem Möbelstück nach Maß gefertigt. Hierdurch wird er oft teurer. In der Praxis zeigt sich, dass solch ein Touch-Tisch auch nicht immer sinnvoll ist. Eine bessere Gestaltung, dies gilt auf jeden Fall für eine Plantafel, ist eine schräge Aufstellung von 45 Grad, wie ein Zeichentisch eines Architekten.

Ein weiterer Aspekt ist der Ort in Bezug auf die Sonne oder andere starke Lichtquellen. Es gibt spezielle Monitoren mit einer hohen Helligkeit, die sogar in der Sonne noch ein klares Bild anzeigen können. Diese Monitoren sind sogenannte High Brightness Bildschirme, die oft fünf- bis zehnmal teurer als normale Bildschirme mit einer normalen Helligkeit sind.


2. Touchscreen oder nicht?

Möchten Sie die Plantafel mit einem Touchscreen bedienen oder suchen Sie nach einem Monitor, der nur zur Anzeige der Planung dient? Bei einem Touchscreen ist es gut, dass Sie interaktiv arbeiten können. Sie schauen sich alle zusammen die Planung an und können dann sofort Änderungen vornehmen, indem Sie Ihren Finger oder einen Zeigestift wie bei der Benutzung einer Maus auf dem Bildschirm bewegen.

In der Vergangenheit funktionierten Touchscreens oft mit Infrarottechnik. Rund um die LCD-Platte befindet sich ein herausragender Rand, in dem Infrarotsensoren verarbeitet sind. Bei Unterbrechungen der Strahlen übermittelt der Monitor dem Computer durch ein USB-Signal, wo der Cursor sich auf dem Bildschirm befindet. Oft kam es bei den etwas älteren Bildschirmen zu großen Verzögerungen durch diese Technik und das war irritierend. Außerdem konnten die Infrarotstrahlen auch durch andere Quellen, wie Lampen oder Überwachungskameras, unterbrochen werden.

Die neueste Generation der Touchscreens ist etwas besser geworden. Sie funktionieren alle mit einer Schicht über den ganzen Monitor, meistens eine Glasplatte. Ihr Finger ist tatsächlich die Maus. Zurzeit unterscheidet man drei Techniken, die umfangreich angewandt werden:

Infrarot mit optischen Sensoren

Diese Technik wird oft zusammen mit der Infrarottechnik angewandt. Durch Kameras in den Ecken des Monitors wird die Erfassung besser wiedergegeben als zuvor, als nur Infrarot genutzt wurde. Das Schreiben erfolgt schneller und es entstehen weniger Unannehmlichkeiten durch Verzögerungen. Bei neueren Versionen der Infrarottechnik ist es zugleich möglich geworden, mit 2, 6, 8, 16, 32 Druckpunkten zu arbeiten, sogenannter Multitouch. Dies ist sehr interessant, um zusammen auf einer Plantafel zu arbeiten oder für Spiele oder grafische Anwendungen. Achtung, es muss dazu die Version Windows 10 benutzt werden und die hierfür verwendete Software muss auch Multitouch unterstützen.

Kapazitive Berührung

Bei dieser Technik gibt es keine Ränder mehr auf dem Bildschirm. Die Sensoren befinden sich unter der Glasplatte, genauso wie bei Ihrem Smartphone oder Tablet. Schmutz, Tageslicht oder grelle Lampen können keine Störungen verursachen. Der kapazitive Touchscreen sieht straffer aus. Der Monitor ist überall flach an der Vorderseite wie ein Handy oder Tablet, der Rahmen (der Rand des Monitors) ist hinter der Glasplatte an der Vorderseite versenkt.

In-Glass-Technologie

Bei dieser Technik kleben die Sensoren am Glas. Es ist dann so, als ob Sie auf Papier schreiben. Dieses Gefühl haben Sie beim kapazitiven Touchscreen und bei Infrarot viel weniger. Einen kapazitiven Touchscreen kann man mit einem gläsernen Beistelltisch vergleichen, bei dem das Papier unter dem Tisch liegt und man auf der Oberfläche des Glases auf dem Papier schreibt. Das funktioniert nicht so gut wie bei der In-Glass-Technologie. Die Glasplatte eines In-Glass-Touchscreens befindet sich buchstäblich an der LCD-Platte. So haben Sie keinen falschen Betrachtungswinkel mehr und können die beste Schreiberfahrung erleben.

  • Welche Art von Technik für Sie die beste ist, hängt u. a. von folgenden Faktoren ab:
  •  Wie viele Personen werden damit arbeiten?
  •  Wie oft wird der Monitor verwendet?
  •  Befindet er sich in einer schönen Umgebung?
  •  Wird ein Stylus benutzt?
  •  Muss darauf auch etwas eingegeben werden?
  •  Was ist der Betrachtungs- und Benutzungsabstand?
  •  Full HD oder UHD/ 4K Bildauflösung?
  •  Wie hoch ist das verfügbare Budget?


3. Die Größe

Die Größe des Monitors hängt stark von der Benutzung ab. Möchten Sie mit einem Touchscreen arbeiten? Wählen Sie dann nicht einen zu großen Monitor. Sie stehen immer dicht davor und verlieren dann schnell den Überblick. Ihre Bewegungen können auch sehr groß werden, wenn Sie eine Planungsbuchung direkt von rechts oben nach ganz links unten ziehen müssen. Halten Sie sich für einen Touchscreen an eine Größe von 55 bis 70 Zoll Bilddiagonale nur für die Plantafel. Ein Zoll entspricht 2,54 cm, Monitoren werden immer an der Bilddiagonale gemessen.

Möchten Sie den Monitor zusammen mit einem Rollcontainer verwenden? In diesem Fall müssen Sie sich an 55 bis 70 Zoll halten. Das Gute an einem Rollcontainer ist, dass Sie den Bildschirm leicht verschieben können. Mit Monitoren von über 70 Zoll können Sie oft nicht mehr durch eine Tür gehen und beschränken den Bildschirm auf einen Raum. Das ist absolut nicht der Sinn der Sache.

Möchten Sie einen Monitor, um nur die Plantafel darzustellen, dann reicht ein etwas kleinerer Bildschirm mit 43 bis 65 Zoll. Der größte in einem Stück erhältliche Monitor hat Mitte 2018/2019 eine Diagonale von 98 Zoll. Das ist schön für einen Sitzungssaal, aber für eine Plantafel viel zu kostspielig und unpraktisch. 40 Zoll sind dagegen wieder sehr klein. Als Faustregel kann man 10 Zoll pro Meter Präsentationsabstand nehmen mit der Anmerkung, dass berücksichtigt werden muss, ob in Full HD oder UHD/4K präsentiert wird. Es ist immer ratsam, Empfehlungen einzuholen.

Faustregel: 10 Zoll pro Meter Präsentationsabstand
Schaubild 1: Faustregel: 10 Zoll pro Meter Präsentationsabstand

Sie können einen Monitor horizontal oder vertikal aufhängen, auf dem Markt normalerweise Monitor im Quer- oder Hochformat genannt. In der Praxis werden Monitore in 95 von 100 Fällen im Querformat aufgehängt. Das gilt insbesondere, wenn der Monitor für mehrere Zwecke eingesetzt wird. Im Querformat erhalten Sie beste Ergebnisse für die Anzeige von Text, Bildern und Videos. Fast alle Inhalte wie PC-Bilder, Filme und Fotos werden im Querformat dargeboten. Im Hochformat entstehen oben und unten schwarze Balken und das sieht nicht schön aus. Ferner haben Sie bei Narrowcasting in dieser Kombination viel weniger Regelabstand nötig, sodass lange Textstücke entstehen.

Wenn Sie nur eine Plantafel anzeigen möchten, kann das Aufhängen im Hochformat möglich sein. Wählen Sie dann aber einen professionellen Monitor. Für Endkunden bestimmte Monitore sind nicht hierfür gebaut worden. Sie können in diesem Stand ihre Wärme nicht abgeben, sodass Störungen entstehen können. Diese sind entworfen worden, um nur im Querformat aufgehängt und durchschnittlich 4 Stunden täglich benutzt zu werden, also keine 16 oder 24 Stunden täglich, was für die meisten professionellen Monitore allerdings möglich ist.


4. Professionelle Marke

Der Kauf eines Monitors ist auf den ersten Blick natürlich ganz einfach. Jeder kennt Media Markt oder Saturn. Ein paar Mal klicken und am nächsten Tag haben Sie einen Fernseher (also keinen Monitor) zu einem guten Preis im Betrieb. Fernseher sind vorteilhaft, aber wurden beispielsweise nicht entworfen, um lange in Betrieb zu sein. Man sollte also gut verstehen, dass diese Bildschirme für den privaten Gebrauch geeignet sind. Die Verwendung dieser Fernseher ist ganz anders als die der Monitoren, die Sie zur Anzeige einer Plantafel oder einer Präsentation benutzen möchten.

Möchten Sie beispielsweise einen Monitor, der morgens automatisch mit der Plantafel hochgefahren und abends wieder beendet wird? Dann benötigen Sie einen professionellen Monitor mit Zeituhr-Funktion. Diese sind mit einem integrierten Mini-PC ausgestattet. Sie schließen den Bildschirm an das Internet an und er kann beispielsweise automatisch auf einer Internetseite starten, sowie der Plantafel von Timewax. Ein professioneller Monitor kann Sie auch schützen. Sie können die Tasten verriegeln und die Fernbedienung sperren. So verhindern Sie, dass Mitarbeiter etwas an den Einstellungen ändern.

Möchten Sie von einem Computer aus mehrere Bildschirme bedienen und überall die Plantafel anzeigen? Dann benötigen Sie einen Splitter. Ein Computer hat normalerweise nur einen Videoausgang durch HDMI. Sie können nur einen Bildschirm daran anschließen. Sie benötigen in diesem Fall einen Splitter mit einem einzigen Eingang und mehreren Ausgängen, 2/4/8/16. Sollten mehrere Eingangsquellen erwünscht sein, dann ist eine Matrix wünschenswert, beispielsweise 4x4, 8x8, 16x16, die Zahlen stehen für Ein- und Ausgänge. Eine Matrix ist ein Teil der Hardware. Sie können hier mehrere HDMI Ein- und Ausgangsquellen anschließen. Oft ist hierzu etwas Software-Programmierung nötig, normalerweise wird hier ein Spezialist benötigt.

Professionelle Monitore sind außerdem widerstandsfähiger gegen Berührungen. Sie können auch am besten mit den eingehenden Videoauflösungen umgehen. Für Endkunden bestimmte Monitore können nicht so gut damit umgehen, es wird oft "kein Signal" angezeigt. Genau wie auf dem Verbrauchermarkt treffen Sie auch auf dem professionellen Markt auf eine Menge Anbieter. Es wird empfohlen, sich für eine Marke zu entscheiden, die weltweit erhältlich ist. Die haben oft einen besseren Kundendienst mit einer sogenannten Vor-Ort-Garantie. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, steht am nächsten Tag ein Monteur vor der Tür. Die kleineren Spieler und Marken auf dem Markt schaffen das oft nicht. Sie können nicht schnell genug mit der neuesten Technologie mitkommen und der Kundendienst ist meistens etwas schlechter. Professionelle Monitore sind von Marken wie Samsung, LG, NEC, Philips und Sony zu empfehlen.


Schlussbemerkung

Wir hoffen, dass Ihnen klar geworden ist, dass der Markt für professionelle Monitoren und Zubehör sich stark von dem Markt der für Endkunden bestimmten Monitoren unterscheidet. Die Verwendung in einer geschäftlichen Umgebung ist grundlegend anders und das erfordert andere Eigenschaften eines Bildschirms. Es ist sehr verlockend, schnell im Internet einen Monitor zu kaufen, aber in diesem Fall gilt: "Qualität hat ihren Preis".

Vor der Anschaffung eines professionellen Monitors empfehlen wir Ihnen, zusammen mit einem Experten zu überlegen, bis Sie zum Kauf übergehen. Es gibt so viele Faktoren, die Einfluss auf eine gute und effektive Verwendung haben. Ein Experte schaut sich an, wo der Monitor hängen wird oder ob eine Halterung oder ein Ständer angebracht ist, ob Gegenlicht vorhanden ist usw. Auf der Grundlage der Gegebenheiten bietet er oder sie eine passende Lösung an. Eine spezielle Anpassung, damit Sie Ihren Monitor und Ihre Plantafel bestmöglich nutzen können.

Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel? Nehmen Sie dann Kontakt auf mit 2Orange.


Gründer
Jelle Verhage
Jelle ist Leiter von Vertrieb & Technik bei 2Orange. Er hat viel Erfahrung im Bereich der Begleitung bei totalen Austausch- und Beratungsprojekten für audiovisuelle Mittel und Präsentationsgeräte. Er ist gleichzeitig letztverantwortlich als Projekt-Supervisor.