Flexibilisierung wird die Norm, allerdings in dauerhafter Form

Auf dem Weg zu einer "Smart High Performing Organization". Von: Ben Jansen
Flexibilisierung wird die Norm, allerdings in dauerhafter Form

Es tauchen immer mehr Signale auf, dass die zukünftige Arbeitsgestaltung ohne weitgehende Formen von Flexibilität nicht lange überleben wird. Die Diskussion über Flexibilisierung konzentriert sich vor allem auf den Unterschied zwischen "schlechter" und "guter" Flexibilität. Dieser Blog enthält einige Anknüpfungspunkte für die im Folgenden genannte "ständige Flexibilisierung".


Die Bedeutung einer "Smart High Performing Organization"

  • Unternehmen werden immer mehr mit Dynamik, Komplexität und Unvorhersehbarkeit konfrontiert. Die Ursache hierfür liegt in sechs nötigen Übergängen im Bereich von
  • 1.  Globalisierung
  • 2.  Technologisierung
  • 3.  Informatisierung
  • 4.  Informalisierung
  • 5.  Individualisierung
  • 6.  Dauerhaftigkeit

Die Übergänge haben einen enormen Einfluss auf die zukünftige Arbeitsgestaltung. Um lebensfähig zu bleiben, wird diese "Smart High Performing" nötig sein. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine "Smart High Performing Organization", neben einigen anderen Merkmalen, einen starken Schwerpunkt auf Zeit, Planung und Flexibilität legt. Was sehen wir davon schon jetzt in der Praxis?


Flexibilisierung der Arbeit: Wie sieht die Praxis aus?

Wenn es um das Ausmaß geht, in welchem Unternehmen Flexibilisierungsstrategien anwenden, muss bemerkt werden, dass systematische Untersuchungen, und dadurch unterstützte Zahlen, im Allgemeinen oft nicht vorliegen. Aber es gibt natürlich Hinweise. Wenn wir uns diese und andere Studien anschauen, in denen das Thema Flexibilisierung behandelt wird, kann festgestellt werden, dass von einer Zunahme gesprochen wird. In der Untersuchung wird dabei insbesondere die operative Flexibilität beachtet.

Viel undeutlicher ist es um Entwicklungen der Flexibilisierung im mehr strategischen Bereich bestellt. So sehen wir in der Praxis noch immer die Beispiele von Unternehmen, die nicht wendig genug sind, um sich rechtzeitig auf neue Strategien und Ziele einzustellen. Auf diesem Gebiet ist noch viel Land einzunehmen, um so mehr bei den älteren und größeren Unternehmen.


Flexibilisierung der Arbeit: Welche Auswirkungen hat das?

Die Diskussion über die Flexibilisierung der Arbeit hat seit den achtziger Jahren nicht mit den wissenschaftlichen Untersuchungen Schritt gehalten. Tatsächlich ist noch immer viel zu wenig über die Auswirkungen von flexibler Arbeit und damit über die Bedingungen bekannt, die bei einer bestimmten Flexibilisierungsstrategie erfüllt sein müssen, um negative Auswirkungen zu verhindern oder auf ein Mindestmaß zu beschränken.

Auch angesichts dieser Tatsache ist es vielleicht nicht erstaunlich, dass das Thema einen hohen "emotionalen Gehalt" hat. Mit einem überwiegend negativem Beigeschmack, wenn es um die Folgen für Arbeitnehmer geht. Denn Flexibilisierung ist gut für Arbeitgeber und schlecht für Arbeitnehmer. So kann die Bewertung dieses Phänomens in vielen Diskussionen kurz und bündig zusammengefasst werden.

Es ist traurig, dass diese Vorstellung herrscht. Sie führt dazu, dass in Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern die Emotionen maßgeblich sind und (Patt-)Stellungen bezogen werden, die Unternehmen und letztlich den Arbeitnehmern nicht gut tun. Besser wäre es, wenn die Parteien in einem ausgereiften Dialog nach dauerhaften Lösungen für den Bedarf an Anpassungsfähigkeit suchen würden.


Flexibilisierung der Arbeit: Bilanz ziehen

Das Vorstehende lehrt, dass in der heutigen Praxis für die Flexibilisierung der Arbeit für Arbeitgeber hauptsächlich positive Auswirkungen bekannt sind. Dabei ist anzumerken, dass dies insbesondere kurz- und mittelfristig gilt. Es ist wenig bekannt über die Auswirkungen, wenn lang- oder längerfristige Fälle in Augenschein genommen werden.

Es ist sehr plausibel, dass die zuvor erwähnte Schlussfolgerung dann nuanciert werden müsste. Das ist um so mehr in der Situation eines knappen Arbeitsmarkts relevant. Wenn für Arbeitnehmer Bilanz gezogen wird, sieht das Bild jedoch etwas anders aus. Dann ergibt sich, dass insbesondere die genaue Gestaltung der Strategie von ausschlaggebender Bedeutung für das Endergebnis ist. Für die Zukunft spricht dies für Flexibilisierung in einer dauerhaften Form.


Zur dauerhaften Flexibilisierung

Aus Praxis und Theorie der Flexibilisierung kann gefolgert werden, dass zur Erreichung einer dauerhaften Flexibilisierung einige Bedingungen zu erfüllen sind. Bedingungen für das Zustandekommen beim Plan und der Ausführung und bei den Ergebnissen der Flexibilisierung der Arbeit. In der untenstehenden Abbildung sind drei Bedingungen musterhaft dargestellt:

Drei Bedingungen für die dauerhafte Flexibilisierung
Quelle: Déhora Consultancy Group 2014

Zum Abschluss

Die Zukunft ist der "Smart High Performing Organization" vorbehalten. In diesem Unternehmen ist Flexibilität die Norm. Diese ist dann allerdings in dauerhafter Form. Es mag deutlich sein, dass die nötigen Kraftanstrengungen, insbesondere der sozialen Partner, nötig sein werden, um diese Situation zu erreichen.

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Founder
Cees Splinter
Cees ist Direktor von Déhora Detachering (Interim Planner). Déhora unterstützt Unternehmen, bei denen Personalplanung sich durch ein sicheres Maß an Komplexität, Dynamik und Unvorhersehbarkeit auszeichnet